• Das Schild macht sprachliche Vielfalt im urbanen Raum sichtbar. • Es zeigt ein Wort aus einer anderen Sprache (Türkisch) mit deutscher Übersetzung. • Es handelt sich um bildungsbezogene mehrsprachige Beschilderung. • Typ: Informations- / Bildungsbeschilderung. English • The sign highlights linguistic diversity in the urban space. • It presents a word from another language (Turkish) with a German translation. • It represents educational and cultural multilingual signage. • Type: informational / educational signage.
Visible Turkish
155461
Deutschland
München
• Das Graffiti verbindet visuelle und sprachliche Ausdrucksformen, indem ein geschriebenes Wort in eine künstlerische Komposition integriert wird. Dadurch wird Sprache als Teil visueller Darstellung im öffentlichen Raum genutzt.
• Die Verwendung des türkischen Wortes „Zeytinlik“ verweist auf multikulturelle und mehrsprachige Einflüsse in der Stadt und macht Minderheiten- bzw. Migrantensprachen sichtbar.
• Es handelt sich um künstlerische mehrsprachige Darstellung, bei der Sprache nicht in erster Linie der praktischen Kommunikation dient, sondern eine symbolische, ästhetische und kulturelle Funktion erfüllt.
• Typ: symbolischer / künstlerischer Ausdruck, da der Fokus nicht auf Information oder Orientierung liegt, sondern auf kreativer Gestaltung und Identitätsdarstellung im urbanen Raum.
English
• The graffiti combines visual and linguistic expression by integrating a written word into an artistic composition, showing how language can function as part of visual storytelling in public space.
• The inclusion of the Turkish word “Zeytinlik” reflects the presence of multicultural and multilingual influences in the city and points to the visibility of minority or migrant languages.
• It represents artistic multilingual signage, where language is not primarily used for practical communication, but for symbolic, aesthetic, and cultural expression.
• Type: symbolic / artistic expression, as the main purpose is not orientation or information, but creative representation and identity-building within the urban environment.
Visible Turkish
155459
France
Paris
—
155458
Deutschland
München
Das Beispiel zeigt ein typisches Bottom-up-Zeichen im öffentlichen Raum in Form von Graffiti.
Sprache wird hier vor allem zur Markierung von Zugehörigkeit, Emotion und Haltung eingesetzt.
Insgesamt steht weniger die Informationsvermittlung im Vordergrund als vielmehr eine expressive und teilweise transgressive Nutzung von Sprache, die den urbanen Raum als Ort individueller und kollektiver Selbstpositionierung sichtbar macht.
Visible Turkish
155457
Deutschland
München
• Das Schild richtet sich an internationale Besucher und Kund:innen in einem urbanen, kommerziellen Kontext.
• Es kombiniert eine deutsch dominierte Hauptinformation mit einem erweiterten multilingualen Repertoire (u. a. Englisch, Russisch, Arabisch, Chinesisch, Türkisch, Griechisch).
• Die Mehrsprachigkeit ist primär funktional und basiert auf der visuellen Wiedererkennbarkeit eines Schlüsselbegriffs („Eczane / Pharmacy / Аптека“), nicht auf vollständiger Übersetzung.
• Gleichzeitig zeigt sich eine Form von symbolischer Mehrsprachigkeit, da Sprachen über Flaggen indexikalisiert und nicht immer sprachlich präzise repräsentiert werden.
• Das Schild illustriert damit die Spannung zwischen funktionaler Zugänglichkeit und symbolischer Inklusion in der urbanen Sprachlandschaft.
• Typ: Kommerzielle, informations- und serviceorientierte Beschilderung.
Visible Turkish
155456
Deutschland
München
• Graffiti in türkischer Sprache mit nicht-standardisierter Orthografie.
• Die absichtliche oder tolerierte orthografische Variation verweist auf informelle, nicht-institutionelle Sprachverwendung im öffentlichen Raum.
• Die teilweise visuelle Zensur (Sternchen in „annesi“) deutet auf eine spielerische oder expressive Modifikation des Ausdrucks hin.
• Es handelt sich um eine Form von vernakulärer Mehrsprachigkeit, bei der migrantische Sprachen außerhalb institutioneller Kontexte sichtbar werden.
• Gleichzeitig zeigt das Beispiel sprachliche Aneignung des urbanen Raums durch nicht-dominante Sprechergruppen.
• Typ: Informelle, nicht-institutionelle, expressive Beschriftung (Graffiti).